Ausgezeichneter Erfolg

Der ausgezeichnete Erfolg SchUG § 22 Abs. 2 (ausgen. VS und ASO) liegt vor, wenn der/die Schüler/in in mindestens der Hälfte der Pflichtgegenstände mit "Sehr gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen mit "Gut" beurteilt wurde, wobei Beurteilungen mit "Befriedigend" diese Feststellung nicht hindern, wenn dafür gleich viele Beurteilungen mit "Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus vorliegen (Anm.: Aus diesem Wortlaut ergibt sich, dass z.B. bei 7 "Sehr gut", 5 "Gut" und 1 "Befriedigend" kein ausgezeichneter Erfolg vorliegt, da die Hälfte der Pflichtgegenstände 6,5 ist, und der Schüler daher mit 7 "Sehr gut" nicht eine ganze Beurteilung mit "sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hat.).

In der NMS setzt die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.

An Schularten mit Leistungsgruppen ist hiebei ein "Befriedigend" in der höchsten Leistungsgruppe als "Gut" bzw. ein "Gut" als "Sehr gut" zu bewerten.

An Schularten mit drei Leistungsgruppen ist diese Feststellung nur zu treffen, wenn

1. die Schülerin im nächsten Unterrichtsjahr in allen leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die 1. Leistungsgruppe besuchen wird
2. die Schülerin in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
3. Eine Schülerin der 4. Klasse Hauptschule erhält auch dann einen ausgezeichneten Erfolg zugesprochen, wenn sie in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die zweite Leistungsgruppe besucht, in dieser aber keine schlechtere Beurteilung als "Gut" erhalten hat und die übrigen Bedingungen erfüllt.